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Eine Projektarbeit junger Heilerziehungspfleger*innen bringt Mehrwert für demenziell erkrankte Bewohner im St. Elisabeth Haus Riesenbeck.

Memory, das Kartenspiel aus Kindheitstagen, hat nicht nur in der Pädagogik junger Menschen seinen Platz. Auch in der Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen kann es eingesetzt werden. Die drei angehenden Heilerziehungspfleger*innen vom Berufskolleg Tecklenburger Land in Ibbenbüren Patrik Aufderhaar, Sophie Sasse und Anna Steinigeweg haben das in ihrem Abschlussprojekt ihrer Ausbildung gezeigt. Im St. Elisabeth Haus Riesenbeck, Einrichtung der Caritas-Altenhilfe Tecklenburger Land, setzten sie mit Unterstützung der Betreuungsassistentin Anja Leiermann ihr Memory-Projekt um – unter, durch die Corona-Pandemie bedingten, erschwerten Anforderungen.
„Bei der Auswahl unseres Projekts mussten wir zunächst schauen, was wir unter den Corona-Bedingungen überhaupt umsetzen konnten“, erklärt Anna Steinigeweg. Einfach war es nicht, aber als Sophie Sasse von ihrem Praktikum im Haus St. Elisabeth erzählte, wo sie unter anderem auch mit demenziell erkrankten Bewohnern arbeitete, kam den drei angehenden Heilerziehungspfleger*innen die Idee zu einem Memory. „Das hat die Besonderheit, dass wir es als Biografisches Memory gestaltet haben“, erläutert Patrik Aufderhaar. Das heißt, dass in dem Kartenspiel, bei dem immer zwei identische Karten aufgedeckt werden müssen, Bilder aus dem Leben von Bewohnern des St. Elisabeth Hauses verarbeitet wurden. Die Mitarbeitenden im St. Elisabeth Haus sprachen mit drei Bewohnern, die sich wiederum gerne an der Projektarbeit beteiligten. So konnten Sasse, Steinigeweg und Aufderhaar zuerst gründlich deren Biografien studieren. „Wir haben die Informationen gesammelt und uns dann überlegt, wie wir die wichtigsten Punkte aus dem jeweiligen Leben bildlich darstellen können, um anschließend Memorykarten zu erstellen“, sagt Steinigeweg. Da sie nicht mit den drei Bewohnern aufgrund der Corona-Pandemie basteln konnten, übernahm dass Betreuungsassistentin Anja Leiermann, die die drei Bewohner regelmäßig betreut. „Gemeinsam haben wir dann die ausgewählten Fotos ausgeschnitten und die Memorykarten gebastelt“, erzählt Leiermann. Schon als die Bewohner die Fotos gesehen haben, hätten sie große Augen gemacht. „Ein Bewohner hat früher auf dem Pütt in Ibbenbüren gearbeitet. Als er das Bild der Zeche sah, fing er direkt an von früher zu erzählen“, sagt Anja Leiermann und die Freude über diese positive Reaktion des Bewohners schwingt in ihrer Stimme mit. Genau diesen Effekt wünschten sich Sasse, Steinigeweg und Aufderhaar durch ihr Memory. „Unser Ziel ist es, mit diesem Memory die Erinnerungen der Bewohner an ihr Leben zu wecken“, erklärt Sophie Sasse. Anja Leiermann fügt hinzu: „Es ist nicht nur die Erinnerung an das eigene Leben, dass dadurch angesprochen wird. Das gemeinsame Basteln der Karten ist für die Motorik und Koordination der Bewegungen ein wichtiger Bestandteil.“
So entstanden schlussendlich 18 Kartenpaare, die Sophie Sasse, Anna Steinigeweg und Patrik Aufderhaar gerne dem St. Elisabeth Haus zur Verfügung stellten. Die drei angehenden Heilerziehungspfleger*innen zeigten sich ganz begeistert über den guten Ablauf und die tolle Zusammenarbeit mit dem Team aus dem St. Elisabeth Haus. „Das war ja aufgrund von Corona nicht unbedingt selbstverständlich, dass wir das Projekt hier umsetzen konnten. Aber alle haben hier wunderbar zusammengearbeitet und es uns ermöglicht“, freut sich Anna Steinigeweg. Aber auch Sasse, Steinigeweg und Aufderhaar ließen sich einiges einfallen, um ihr Projekt umzusetzen. Zu einem wichtigen Bestandteil wurde so zum Bespiel die Pendelmappe, in der immer die neusten Informationen übermittelt wurden. Auch Anja Leiermann ist von der Arbeit der drei angehenden Heilerziehungspfleger*innen begeistert. „Sie haben das so toll umgesetzt, super zusammengearbeitet und ein Projektergebnis mit Mehrwert für unsere Bewohner auf die Beine gestellt.“ Zudem brachte das Memory-Projekt nicht nur einen besonderen Mehrwert für die Bewohner. „Wir konnten in diesem Projekt sehr viel Fachwissen aus unserer Ausbildung miteinbringen, beispielsweise aus den Bereich Psychiatrie, Psychomotorik. Außerdem lernten wir den Alltag und die Arbeit mit Demenzerkrankten tiefer kennen“, sagt Anna Steinigeweg.

 

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