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Lehrkräfte und Werker der Fa. Meurer besichtigten gemeinsam das Stahlwerk Georgsmarienhütte...

Zu Fortbildungszwecken besuchte eine Gruppe des Berufskollegs ge-meinsam mit Montagearbeitern der Firma Meurer das Stahlwerk in Georgsmarienhütte. Nachdem die Beteiligten bereits im Berufskolleg auf die Besichtigung vorbereitet wurden, traten sie gestärkt durch eine Gulaschsuppe den Gang ins Stahlwerk an, um dort den „Stahlkochern“ zu zuschauen. Hier wurde 1994 der erste Elektrolichtbogenofen Deutschlands in Betrieb genommen.

Vorsortierter Schrott wird in Menüs dem Stahlwerk geliefert und dann in dem 1,3 Megawatt Elektrolichtbogenofen eingeschmolzen. Ein imponierendes Bild ergab sich als die „Funken sprühten“.
Die Masse von 140 Tonnen Rohstahl pro Charge wird bei Temperaturen um 1600°C abgestochen und dann später mit Zuschlägen veredelt und vergossen. Etwa 85% des Stahls werden einer Stranggussanlage zugeführt (i.d.R. für die Automobilbranche), die übrigen 15% werden in Blöcken von je 3,5 bis 44 Tonnen für die Schwerindustrie vergossen. Beim Strangguss wird der Stahl kontinuierlich gekühlt und bereits im Prozess von gleichsam mitfahrenden Brennschneideinrichtungen getrennt.
Der Stahl wird weitertransportiert und vor dem Walzen im 160to fassenden Hubbalkenofen erneut auf Verformungstemperatur aufgeheizt. Dazu werden enorme Gasmengen benötigt.
Riesige Arbeits,- Druck,- und Präzisionswalzen formen aus einem ca. 6m langen Stabstahl (Vierkant 240 x 240mm) z. B. einen Rundstahl (ɸ 22mm), der dabei bis zu 700 Meter lang wird. Vorgänge, die dem Betrachter unvergesslich erscheinen. Große Schleifeinrichtungen,- und Trennschneidmaschinen schneiden ihn auf händelbare Maße. Mit vollautomatisierten Bündelmaschinen wird der Stabstahl zusammengefasst oder er wird vorab weiteren Wärmebehandlungen bzw. der Blankstahlfertigung (je nach Kundenwunsch) zugeführt.
Die GMH Gruppe erzeugt ca. 600 verschiedene Stahlsorten, die vor dem Versand geprüft werden. Auf den Richtstrecken wird eine hohe Präzision erzielt (bis zu 1/1000 Millimeter) und bei der immerwährenden Prüfung der chem. Zusammensetzung z.B. mittels Spektralanalyse werden die Stahlgüten genau überwacht. Ferner wird der Stahl vor dem Versand auf Außen,- und Innenfehler untersucht. Der Stahl der Georgsmarienhütte wird dann durch die Abnehmer zu Kurbelwellen; Ventilfedern u. ä. verarbeitet und sorgt somit für Bewegung. Die ca. 1500 Mitarbeiter des Werks produzieren jährlich ca. 1.000.000 Tonnen Stahl für die Wirtschaft und weitere Nebenprodukte wie Schlacke für den Straßenbau oder die Abwärme,- die einem Fernwärmenetz zugeführt wird,  um Bäder; Schulen und Haushalte zu heizen!
Es war eine rundum gelungene Fortbildung mit imponierenden und informativen Inhalten, da waren sich die Teilnehmer einig.

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